Kletterverbote sächsische Schweiz 2016

Kletterreviere in der Nähe von Chemnitz

Sächsische Schweiz

  • von der Fläche und der Anzahl der Kletterziele her größtes Kletterrevier in Sachsen;
  • südöstlich von Dresden beidseitig des Elbtals gelegen;
  • wie der Name schon vermuten läßt, bestehen die Felsen aus Sandstein mit unterschiedlicher Härte (Bielatal - härterer, Rathener Gebiet - weicherer Sandstein);
  • Höhe der Felsen : 10 - 100 m;
  • Es gibt 1099 Klettergipfel im Elbsandsteingebirge, mit über 12000 (zwölftausend !!) Kletterrouten. Es gibt in Sachsen eine Reihe (>100) Kletterer, die alle Klettergipfel bereits bestiegen haben.

Besonderheiten - sächsische Kletterregeln:

  • Regen und nasser Fels:

Es ist nicht erlaubt, bis zu 24 Stunden nach Regen und an nassem Fels zu klettern, um die Zerstörung des Sandsteins zu vermeiden.

  • Haken, Ringe, Klemmkeile, Friends,... , Magnesia

Es ist nicht erlaubt, derartige Eisenteile im Elbsandstein einzusetzen. Lediglich das legen von Schlingen und Knoten sowie die Benutzung der (wenigen) vorhandenen Sicherungsringe ist erlaubt. Auch die Verwendung von Magnesia o.ä. ist strikt verboten. Klettern ist nur an Türmen mit einer Höhe von mehr als 10m erlaubt.

  • Teufelsturm - Alter Weg - 7b
  • Bloszstock - Alter Weg - 5
  • Rauschenstein - Gondakante - 8a
  • Frienstein - Ausflug ins Nirvana - 10a
  • Gr. Wehlturm - Superlative (direkt) - 9c
  • Vexierturm - Amselseekante - 7b ( 80 m, 5 Ringe)
  • Vexierturm - Weinertwand - 7b ( 80 m, 3 Ringe / 2.-3. Ring: 50 m)

Zittauer Gebirge

  • Klettergebiet im südöstlichsten Zipfel Sachsens gelegen;
  • gekennzeichnet durch steilwandige, zerklüftete Sandsteinfelsen;
  • als voneinander angegrenzte Klettergebiete des Zittauer Gebirges gelten:
    • Weißbachtal
    • Gebiet von Oybin
    • Gebiet von Jonsdorf
  • insgesamt 88 Kletterfelsen, von denen nur wenige eine Höhe von mehr als 30m erreichen; Schwierigkeitsgrade bis zur X;
  • östlich des Weißbachtales (Grenze zur Tschechischen Republik) setzen sich die Kletterfelsen bis zum Paß von Horni sedlo fort; die dortigen Klettergebiete sind:
    • Cisarske udoli (Kaisergrund)
    • Krkavci skaly (Rabenstein)
    • Horny skaly (Oberwegsteine)

Die Zahl der Kletterziele ist zu groß, um hier näher ins Detail gehen zu können, so dass auf die einschlägige Führerliteratur verwiesen werden muß.

Erzgebirge

Die Felsgruppe der Greifensteine bildet die höchste Erhebung des Ehrenfriedersdorfer Freiwaldes (732m). 7 Felsen krönen das Plateau des Bergrückens. Die bedeutendsten Gipfel sind Kreuzfelsen, Gamsfelsen und Turnerfelsen.

Die Felsen bestehen aus Granit, der durch hohen Quarzgehalt eine besondere Festigkeit, aber auch Glätte besitzt.

Innerhalb der Felsgruppe befindet sich eine Naturbühne. Ab 1 Stunde vor Beginn und während der Vorstellungen ist das Klettern an den Felsen innerhalb der Umzäunung einzustellen.

Seekofel Kleiner Brocken

  • Kreuzfelsen (23m): II - IXc
  • Gamsfelsen (25m) : III - Xc
  • Seekofel : III - IXb
  • Kleiner Brocken : II - IXc
  • Stülpnerwand : I - IXc
  • Turnerfelsen : II -Xb

 

Den kompletten Kletterführer der Greifensteine gibts bei Katja Müller und Volker Kindermann.

 

  

 

Katzensteingebiet

  • Kletterfelsen im Tal der Schwarzen Pockau/Schwarzwassertal bei Pobershau im mittleren Erzgebirge;
  • roter und grauer Gneis, der teilweise große Platten bildet;
  • oft brüchig, Schieferung meist deutlich sichtbar

 

  • Goldkrone (M) : IV - VIIIb
  • Katzensteinnadel : II - IXa
  • Nonnenfelsen : I - VIIa
  • Teufelsmauer (M) : III - VIIc
  • Einsame Spitze : I - VI
 
 
 

 

 

Aktuelle Situation im Tal der Schwarzen Pockau nach dem Hochwasser vom August 2002 (Stand Oktober 2002)

Im August 2002 gab es in Sachsen ein ziemlich verheerendes Hochwasser. Auch das Tal der Schwarzen Pockau und damit die Kletterfelsen im Katzensteingebiet sind davon betroffen. Der Fahrweg im Tal der Schwarzen Pockau ist stellenweise nicht mehr existent, mehrere Brücken wurden weggespült und zerstört. Die Felsen sind damit z.Zt. nur über den Karrenweg vom Katzenstein aus erreichbar. Sowohl von Kühnheide als auch von der Schwarzbeerschänke aus ist der Fahrweg durch zerstörte Brücken unterbrochen.

 

Dort wo früher der Fahrweg direkt unterhalb des Nonnenfelsens war, fließt jetzt der Fluß, womit ein Einstieg in alle Kletterwege der Talseite unmöglich geworden ist (es sei denn, ganz hartgesottene Kletterer steigen direkt aus dem Flußbett in die Routen ein). Auf nebenstehendem Bild ist der jetzige Zustand gut erkennbar - man beachte den vom Fluß freigelegten hellen Streifen Felsen am Fuß des Felsens.
 
Ein Übergang von der Nord- auf die Südseite des Felsens (z.B. zum Westgrat) ist für Kletterer entlang der Felsen obenherum möglich, wenn das zweimalige Durchwaten der Schwarzen Pockau vermieden werden möchte.

 

Auch die Wilddiebsbrücke, die den Zugang zu den Kletterrouten an der Teufelsmauer ermöglichte, ist von der Flut zerstört worden. Ein Zugang ist somit ebenfalls nur mit Durchwaten des Flusses möglich. Ein Einstieg in die Kletterrouten ist auch hier erschwert, da die kleine Wiese zwischen Fluß und Felsenwand ebenfalls nicht mehr existiert. An dieser Stelle erstreckt sich momentan ein gerölliges Flußbett - wenn auch momentan ohne Wasser, da der Fluß an der Seite des Nonnenfelsens (Prallhang) entlangfließt.

 

 

Auersberggebiet

  • Kletterfelsen im Tal der Oberen Zwickauer Mulde, bei Eibenstock und im Steinbachtal bei Johanngeorgenstadt; sowohl freistehende Felsen als auch Massivwände; Bedeutendster Gipfel ist der Teufelsstein im Steinbachtal.
  • Eibenstocker Biotitgranit; stellenweise duch hohen Kalifeldspatgehalt rötlich gefärbt und manchmal auch brüchig;

    • Teufelsstein (25m) : IV - VIIIc
    • Höllengrundspitze : II - IV
    • Tangelstein (M) : III - IXa
    • Kasten : III - V
    • Bockauer Wurzelspitze : II - IXb
    • Rockenstein : I - VI

Erzgebirgsvorland

Im nördlichen Vorland des Erzgebirges zwischen den Flüssen Bobritzsch im Osten und Zwickauer Mulde im Westen befinden sich mehrere Massivwände, die als Kletterziele dienen.

  • Mulde- und Bobritzschtal (Biwakwand, Muldenzacke) (M) : I - VIIIc
  • Zschopautal (Zschopauwand) (M) : IV - Xb
  • Muldetal bei Rochsburg (Muldewand) (M) : II - VIIb
  • Felsen bei Halsbrücke (Russenwand,Kreuzfelsen)
  • künstliche Kletterwand in Freiberg : I-XII

 

Steinicht (nördliches Vogtland)

  • Felsgebiet im Tal der Weißen Elster, oberhalb des Ortes Elsterberg im Vogtland nahe Plauen in der Nähe eines Steinbruchs gelegen;
  • Kletterziele sind fast ausschließlich den Talhängen entragende Massivwände; relativ selbständige Gipfel gibt es nur 2;
  • gutgriffiges, mitunter brüchiges Diabasgestein (Grünstein);
  • Kletterwege erreichen z.T. Längen bis zu 40m; bedeutendste Kletterfelsen sind Nelkenstein, Plattenwand, Uhustein und Dornbusch.

Fels

Charakteristik/
Ausrichtung/ Routen/
Schwierigkeit

 Besonderheiten/
Familientauglichkeit

lohnende Wege

 

Nymphenwand

überhängend/
Ost/
6 / III - VIIIc

zeitw. gesperrt /
ja

Wiedergefundene Zeit VIIIc/7c

 Faunwand

überhängend/
Nord/
2 / VIIIc

zeitw. gesperrt /
nein

 

Paradieswand

überh. senkr./
Ost/
13 / VI - VIIIa

zeitw. gesperrt /
nein

 

Fehenstein

überh. senkr./
Ost/
12 / V - IXa 

zeitw.gesperrt /
ja

Bar Centrale IXa/8-

Vogtlandriff

überh. senkr./
NO,SO,SW/
16 / II - Xa 

zeitw. gesperrt /
nein

Schwarzarbeit VIIIc/7+ 

Hohe Wand 

senkrecht/
SO/
13 / II - VIIIb

zeitw. gesperrt /
nein

Andiamo VIIc/6+

Elsterberger Wand

überh. senkr./
SO/
15 / III - Xa 

zeitw. gesperrt /
nein 

Mondscheintarif VIIIc/7+

Drachenkamm 

überh. senkr./
SO, SW/
10 / III - VIIIa

zeitw. gesperrt /
bedingt weil abschüssig

Hausdrachen VIIa/6-

Sektor Baumarkt

senkrecht/
SW/
11 / II - VIIIa

zeitw. gesperrt /
bedingt weil abschüssig 

 

Dunkle Wand

überh. senkr./
SO/
14 / IV - Xa 

zeitw. gesperrt /
nein

Die Musterknaben IXa/8-

Dornbusch

überh. senkr./
SO, SW/
26 / I - VIIIc 

teilweise Verständigungsprobleme/
ja

Achtung! Seit dem 19. April 2011 ist uns bekannt, dass im Ausstiegsbereich des Münchnerkamin zwei größere Felsbrocken bedrohlich locker sein sollen.  Sie sind bereits teilweise herabgerutscht und haben sich etwas tiefer verkeilt. Es besteht die Gefahr, dass diese komplett herunter stürzen.

Zaubermaus V/4+
Waldarbeiter V/4+

Überhängende Wand

 überhängend/
Ost/
5 / VIIIb - IXa

oberhalb des "Uhustein"/
nein

Frühpensionär VIIIb/7

Uhumassiv

  senkrecht/
Ost/
2 / IV - V

ungesicherte Routen, brüchig und bewachsen/
nein

 

Uhustein

überh. senkr./
Ost, West/
21 / I - Xa 

markantester Gipfel im Steinicht/
bedingt weil abschüssig

Gemeinschaftsweg VIIa/6-
Gratweg III/3

Schattenwand

überh. senkr./
SO/
19 / III - IXb 

liegt nicht mehr im Schatten wie sie heißt/
ja

Gelateria VIIIc/7+
Einstand VIIIb/7

Orbisfelsen

senkr. plattig/
NO, SO/
5 / I - VIIa 

nocht nicht saniert, deswegen zugewachsen/
nein

 

Lapilliwände

senkrecht/
NO/
2 / II 

noch nicht saniert, deswegen zugewachsen/
nein

 

Plattenwand

 

 senkr. plattig/
SO/
10 / IV - VIIa

nur felsseitig lagern, Sperrung droht/
bedingt wegen Bahn

Mittelweg VI/5+
Fixe Idee VI/5+

Nelkenstein

überh. senkr./
SO/
37 / I - VIIIb 

zur Zeit ist das Betreten und Klettern verboten/
ja 

 

Zwerg

senkrecht/
Süd/
5 / IV - V 

zur Zeit ist das Betreten und Klettern verboten/
ja 

 

Sonnenplatte

plattig/
SW/
14 / IV - VIIIa 

zur Zeit ist das Betreten und Klettern verboten/
ja 

 

Steinbruchblick

 plattig/
West/
4 / I - V

gegenüber Steinbruch/
nein 

 

Dachstein

überh. senkr./
W, N/
27 / II - Xa 

Aufstieg anstrengend/
ja, mit kleinen Kindern oberhalb des Fels lagern

Dach VIIc/6-
Sonnenallee VIIb/6

Grottenwand

überh. senkr./
West/
12 / II - IXb 

direkt am Wanderweg, gute Spiel und Lagermöglichkeit/
ja

Cleopatra VIIb/6

Septemberwand

 plattig/
West/
7 / III - V 

Nicht austeigen, Steinschlaggefahr!!! /
Kinderfreundliche Wege

Schwarzer Weg III/3
Weißer Weg V/4+

Birkenwand

plattig/
S, W/
13 / II - VIIa 

Nicht austeigen, Steinschlaggefahr!!! /
Kinderfreundliche Wege

Rechtsweg VIIa/6-
Sommerweg III/3
Linker Weg IV/4

Pöhlwand

 plattig/
West/
7 / I - VIIa 

Wandfuß abschüssig, Achtung lose Steine/
bedingt

Geile Schnecke VIIa/6-

 

Tunnelnadel

senkr. plattig/
N, S, W, O/
17 / I - VIIb 

Kinderfreundlich, da Schafswand unterhalb/
Lagern an Schafswand

 

Schafswand

senkr. plattig/
West/
13 / II - VIIc 

Kinderparadies im Steinicht, gute Lager- und Klettermöglichkeiten

Spielplatz VI/5+
Fichtenweg III/3

Tunnelwand

überh. senkr./
Nord/
13 / IV - IXb 

abschüssiger Wandfuß,
für heiße Tage geeignet/
bedingt

Wilde Rose IXa/8-
Kirschblüte VIIc/6+ 

Kleiner
Kletterstein

überhängend/
Nord/
7 / V - IXa  

für heiße Tage geeignet/
ja, nur leichte Wege fehlen

 

Trollwand

senkrecht/
Süd/
3 / VI - VIIb 

kleine Wand/
für Kinder nicht sonderlich geeignet

 

Elsterwand

überh. senkr./
S, W, N/
25 / III - IXa 

direkt am Wanderweg,
schöne lange Kletterwege/
 ja

Fixpunkt IXa/8-
Maiweg III/3
Pfeilerweg IV/4

Kleppergrund-
wächter

überh. senkr./
NO, SO, SW/
14 / V - VIIIc 

zeitw. gesperrt/
ja 

Märzweg V/4+
Traum aus Stein VI/5+

Wächterwand

plattig/
Süd/
4 / II -  IV

zeitw. gesperrt/
ja 

 

Große Zacke

senkr. plattig/
Süd/
5 / I - V 

zeitw. gesperrt/
ja 

Marientanz V / 4+

Kleine Zacke

überh. senkr./
S, O/
8 / III - VIIIb

zeitw. gesperrt/
ja 

Geiler Griff VIIc / 6+
Abzocker VIIIb / 7

Rabenwand

plattig/
S, SO/
9 / II - V

zeitw. gesperrt/
ja 

Blaue Kante IV / 4
Schnuckelei II / 2