Rückblick 2015

Im letzten Jahr waren wir einmal im Monat gemeinsam auf dem Mountainbike unterwegs, um die schönsten Singletrails um Chemnitz unter die Stollen zu nehmen. Besonderes Augenmerk lag dabei immer auf spaßigen Abfahrten und toller Natur. Ich bedanke mich bei den zahlreichen Teilnehmern für die tollen Touren. Wir hatten immer gutes Wetter und bis auf eine verlorene Schraube am Sattel (Hält auch mit Kabelbindern, haben wir gelernt) und einen Kratzer von einem spitzen, in den Weg ragenden Ast, hatten wir keine Pannen. Die Touren führten unter anderem durch Sternmühlental, Zschopautal, Chemnitztal, Zwönitztal und auch entlang verschiedener Talsperren.

Als Favorit unter den Teilnehmern, welche sich aus ADFC-Mitgliedern, DAV-Mitgliedern und Bestimmt-Bald-Mitgliedern zusammensetzten, stellte sich die Chemnitztaltour heraus.
Elf auf die Tour gespannte Mountainbiker trafen sich am Hauptbahnhof und quetschten sich zusammen mit vielen anderen Radfahrern, die Samstag Morgen mit dem Rad irgendwohin wollten, in den Zug. In Geithain verpasste keiner von uns über allen Abteilen verteilten Bikern die Haltestelle. Also radelten wir vollzählig bei bestem Wetter über den kleinen Ort Haide hinab nach Rochlitz. Durch die Tore des Rochlitzer Schlosses starteten wir dann in den Rochlitzer Bergwald und schraubten uns Kurve für Kurve auf den Berg. Nach ausgiebiger Gipfelrast …

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Rast am Rochlitzer Berg

und einem Blick in den eindrucksvollen stillgelegten Steinbruch stellten wir Fahrtechnik und Material auf der angelegten Downhill-Strecke hinab Richtung Sörnzig auf die Probe.

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Fahrspaß auf der Downhillstrecke am Rochlitzer Berg

Über die Hängebrücke setzten wir ans andere Ufer der Mulde nach Fischheim über und schlängelten uns über kleine Pfade, steile Anstiege und Abfahrten durch das schöne Muldental nach Wechselburg.

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Tolle Trails an den Böschungen der grünen Flusslandschaft

In Wechselburg genossen wir anschließend Cappuccino und das beste Eis im Chemnitztal. Außerdem wird der ein oder andere noch immer von den wahnsinnig leckeren Kokosmakronen erzählen. Es wurde sogar Platz in den spärlichen gewichtsoptimierten Rucksäcken versteigert, um noch mehr Kokosmakronen mitnehmen zu können. Gut gesättigt mit schweren Rucksäcken voller Leckereien passierten wir dann die Chemnitz-Mündung und folgten fortan dem Chemnitztal. Ab jetzt wurde es zunehmend anstrengender, da viele Wege und Pfade wenig bis gar nicht begangen und somit auch nicht gepflegt werden. Immer wieder ging es am steilen Ufer auf weichem Untergrund auf und ab. Der Sturm im Frühjahr hatte viele Bäume entwurzelt, welche es zu überklettern galt. Also jedesmal Halt, Absteigen, Drüberklettern und weiter...

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Sturmschäden auf den wenig begangenen Wegen

Das Gelände forderte außerdem sogar die ein oder andere Schiebe- und Tragepassage.

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Hier fehlt der Weg durch Hochwasserschäden komplett, Bike schultern!

Die tolle Flusslandschaft und bergab flüssig zu fahrende Trails entschädigten die Tortur. Um die letzten Kokosmakronen zu verdrücken, rasteten wir noch am alten Steinbruch bei Markersdorf.

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Rast am alten Steinbruch Markersdorf

Bei Wittgensdorf bezwangen wir dann mit leichteren Rucksäcken und gut gestärkt den letzten steilen Anstieg und die meisten Teilnehmer freuten sich über den ab dann flachen und asphaltierten Chemnitztalradweg. Die noch nicht genug hatten starteten noch ein kleines Sprintrennen bis zur Schönherrfabrik. Am Ende waren alle begeistert und müde vom gerade erlebten Abenteuer.

Nicht alle Touren 2015 waren so lang und abenteuerlich. Am Ende der Touren wurden jedoch immer der Fahrspaß auf tollen Pfaden und die Natureindrücke gelobt, besonders wenn die Vielfalt und die Qualitäten von Chemnitz als Mountainbikerevier unterschätzt wurden.