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Klettersteigkurs Wolkenstein - April 2011

Sebastian Keil

Klettersteigausbildung KS1/KS2 9.-10. April 2011

Samstagmorgen 09:00 Uhr traf sich die circa 20 Mann große Ausbildungsgruppe unter der Leitung von Ronald Gasch und Hanna Hilsberg in der Nähe des alten Floßplatzes unterhalb von  Wolkenstein zur Kletterausbildung.

Nach dem allgemeinen Kennenlernen und der Aufteilung der Gruppe in zwei kleinere Grüppchen konnte es dann auch schon mit einer ausführlichen Einweisung im Umgang und Anwendung von Hüft- bzw. Hüft-Brustgurten und dem richtigen Anlegen dieser weitergehen. Sowohl Ronald, als auch Hanna erklärten uns kurz die Vor- und Nachteile der verschiedenen Klettersets und die Bedeutsamkeit des Helmes und der richtigen Schuhe. Je nach Geschmack des Einzelnen waren die Handschuhe ebenso wichtig.

Dann ging es endlich los. Der „Artist“ und der „Gratweg“ waren unsere ersten Herausforderungen. Hanna und Ronald gaben zahlreiche Tipps und schauten auch sehr genau, wie wir unsere Füße setzten. Immer zur rechten Zeit halfen sie uns das ein oder andere Mal aus einer kniffligen Situation, so dass es dann wieder zügig aufwärts gehen konnte. Nachdem beide Gruppen die zwei Klettersteige erfolgreich bestiegen haben kam die Frage auf: „Was wenn es aus den unterschiedlichsten Gründen oder bedingt durch schlechtes Wetter es nicht mehr weiter geht?“ Dann ist ein Abstieg, sofern dieser möglich ist, unumgänglich. Für uns hieß das also: „Abmarsch, alle Mann den Klettersteig rückwärts wieder hinunter.“ Schnell merkten wir, dass es schon schwierig genug war einen Klettersteig ordentlich zu besteigen, aber ihn wieder hinunterzugehen, stellte eine noch viel größere Herausforderung dar. Doch auch diese Herausforderung meisterten die beiden Gruppen mit Bravour.

Nach dieser Anstrengung hatte sich die Gruppe das Mittagessen aber redlich verdient und frisch gestärkt haben uns Hanna und Ronald gleich noch ein paar Tipps und Ratschläge, aber vor allem wichtige Hinweise zum Verhalten bei Schlechtwetter (Gewitter) und die Schwierigkeiten am Klettersteig erläutert. Anschließend konnte ein Jeder nach „Lust und Laune“ die verschiedenen Klettersteige noch auf eigene Faust erkunden und begehen. Wer wollte konnte sich auch an den „Bergweg“ und „Gipfelweg“ ausprobieren, ja sogar ganz Mutige begingen den „Yeti“.

Der Sonntag stellte dann die Fortsetzung des Grundlagenkurses dar und nach einer kurzen „Aufwärmphase“ (Begehen des „Artist“ und „Gratweg“) zeigten uns Hanna und Ronald auf was es ankommt, wenn wir beispielsweise mit Kindern oder unerfahrenen Kletterern eine solche Tour machen wollen. Sie zeigten uns wie man sich selbst zusätzlich durch eine Bandschlinge sichert und für „schwächere“ (z.B. Kinder) die zusätzliche Seilsicherung richtig anwendet und einsetzt. Die dafür notwendigen HMS (Halbmastwurfsicherung) übten wir nun praktisch und ließen uns gegenseitig die Felswände nach unten ab.

Zur richtigen Praxistaufe unserer erlernten Fähigkeiten sollte es dann am „Yeti“ kommen, wo wir uns gegenseitig mit Hilfe der zusätzlichen Seilsicherung und der HMS gesichert haben.

Dies stellte den Höhepunkt unserer Ausbildung am Klettersteig Wolkenstein dar und ich bin mir sicher, dass es nicht unser letzter Besuch gewesen sein wird, denn dafür habe wir zu viel gelernt, gelacht und Spaß gehabt.