Aktuelle Tourenberichte

Rund um Lindenau
Samstag, der 05. September 2015

Günter Löbert

Meine nun mittlerweile bereits 3. Wanderung als Gast mit dem Deutschen Alpenverein. Kurz nach 08:00 Uhr habe ich mich zur Bushaltestelle aufgemacht. Pünktlich um 08:30 Uhr kam Günter Wolfrom und mit seinem PKW wir sind nach Schneeberg zur Gaststätte „ Goldene Höhe „ gefahren.

Ich allein wäre bestimmt falsch und rein in die Stadt gefahren. Dort gibt es nämlich die Gaststätte „ Zur Goldene Sonne “ und dorthin wäre ich gerammelt. Nur die Gaststätte Goldene Höhe, wo unsere heutige Wandertour „ Rund um Lindenau „ beginnen sollte, die lag außerhalb von Schneeberg an der B93. Ob nun andere Wanderer das auch falsch verstanden haben, oder sie die für den gleichen Tag im Heft Nr. 48 ausgeschriebene und später abgesagte „ Rundwanderung im Pöhlwassertal „ der Auslöser für die schon recht geringe Beteiligung sind, das weiß ich nicht.

Als unsere Wanderung pünktlich kurz nach 09:30 Uhr begann, waren wir gerade mal ganze 4 Leutchen: Jörg Helbig, Günter Wolfrom, Steffen Graube und ich als meine Wenigkeit.

Die Tour selbst:
Sie begann, wie gesagt nahezu pünktlich paar Minuten nach 09:30 Uhr. Beinahe hätte ich schon hier einen Fehler gemacht, denn ich wollte in kurzer Hose wandern. Ja, und das wäre mit Sicherheit in die Selbige gegangen. Es war natürlich mächtig gewaltig kühl im Schatten. Der Wind pfiff ganz schön, wo es am Anfang über freie Feldwege ging. Der letzte Winter ist bestimmt wärmer gewesen. Wenn Engel unterwegs sind ist selbst von gelegentlichen Regenschauern nichts zu sehen, auch wenn diese vom Wetterbericht gemeldet waren. Das Gegenteil traf sogar ein. Es wurde letztendlich noch richtig schön. Jetzt wären selbst meine kurzen Hosen angebracht gewesen. Ab und zu zeigte sich die Sonne, und es wurde zusehends wärmer. Meine Jacke musste ich öffnen, so warm wurde es. Die drei anderen Wanderfreunde zogen erst viel später meinen Beispiel nach. Die Anfangs bis zum Hals verschlossenen Jacken öffneten sich, wurden sogar ausgezogen und im Rucksack verstaut. Ich habe zwar bis jetzt gerade mal an zwei anderen Wandertouren teilgenommen, diese hier die war für mich die schönste.

Von unserer sowieso sehenswerten erzgebirgischen Landschaft mal großzügig abgesehen, lagen auf der heutigen Strecke gleich zwei Sehenswürdigkeiten, die aber nun ganz und gar nach meinem Geschmack waren. Die Erste war die Miniwelt „ Bergbauheimat „ wo an einem Hang die alten Schachtgebäude und Anlagen als Modelle aufgebaut waren. Was für eine Mühe in den detailgetreuen Modellen und Anlagen selber wohl liegen mag? Die nächste Sehenswürdigkeit, die mein Schachtscheißerherz noch viel, viel höher schlagen ließ, war das „ Siebenschlehener Pochwerk „ . Ein Traum für alle, die technisch interessiert sind. Und erst recht für jemand, der wie ich 20 Jahre im Schacht gearbeitet hat. Ja, und da fragt mich der Jörg Helbig auch noch (er von meiner Schacht Vorgeschichte nichts wissend), ob ich die paar Minuten Zeit für eine Führung im Pochwerk hätte? Ich musste schmunzeln, wenn er gewusst hätte, wie viel Zeit ich für solche Sachen haben kann.

Für so etwas, und erst Recht wenn es mit alten Bergbau zu tun hat, bin ich zu jeder Zeit zu begeistern. Und ich hätte mich wieder in den Ar... hinein geärgert, wenn mein Klapperkasten von Fotoapparat daheim geblieben wäre. Nicht nur ich war von dem Pochwerk hellauf begeistert, die anderen Wanderfreunde sind es nicht viel weniger gewesen. Einer wollte sogar demnächst mit seinen Enkelkindern das Pochwerk besuchen.

Ein klitzekleines Wermutströpfchen muss ich aber nun doch unserer Wandertour „ Rund um Lindenau „ beigeben. Wenn die Tour im Heftchen ausgeschriebenen 18 km lang gewesen wäre, dann hätten wir noch ca. 4 km unseres wunderschönen Erzgebirges vor uns gehabt, aber sie war schon zu Ende. Allen Anschein nach hatte der Schrittzähler seinerzeit nicht richtig funktioniert, wo die Tour das erste mal abgelaufen worden war. Sie war nämlich laut meinem Wander- und Radfahrer Navi 14,40 km lang, und die zurückgelegten Höhenmeter betrugen 262 Meter.

Noch ein letzter Eindruck:
Schade, dass wir nur zu viert unterwegs waren. Aber auch schade für diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer an unserer Wandertour nicht teilnehmen konnten.

Lindenau 1.jpg
Lindenau 2.jpg
Lindenau 3.jpg
Lindenau 4.jpg