© Sophie Waltschew

Jubiläumstour & Dreiländertour

Besuch bei Familie Gruber zum Hüttenjubiläum

25.01.2026

Hochtourenbericht 

Im vergangenen Jahr feierten wir das 130-jährige Bestehen der Alten Chemnitzer Hütte auf dem Nevesjoch in Südtirol. Wir – Sophie und Max vom Freundeskreis „Alte Chemnitzer Hütte“ – waren gemeinsam mit Freundeskreis-Mitgliedern, weiteren Alpenvereinskameraden und Ehrenamtsträgern auf Hochtour unterwegs, um pünktlich zur Jubiläumsfeier bei der Familie Gruber zu sein. Auch zwei Bürgermeister der Stadt Chemnitz stießen nach ausgiebiger Planung zu uns dazu. Zu unserer Freude beehrten zudem Südtiroler Alpenvereinsmitglieder aus Sand in Taufers die Hütte und die Betreiberfamilie mit ihrer Anwesenheit.

Nach der Jubiläumstour genossen Max und ich unseren restlichen Urlaub zu zweit und gingen zur Dreiländertour über. Das war ein spektakulärer Höhenweg mit Panorama, Panorama und nochmal Panorama. Leider war das Wetter nicht ganz auf unserer Seite, sodass wir erst viel im Regen wanderten und sich unser Sommerurlaub anschließend zum Winterurlaub wandelte. Nichtsdestotrotz war es ein wunderschöner und wenig begangener Höhenweg. Viel Freude beim Lesen!

 

Übersicht Jubiläumstour:

  1. Tag: Aufstieg Wipptal – Geraer Hütte 
  2. Tag: Olperer Nordgrat
  3. Tag: Geraer Hütte – Greizer Hütte
  4. Tag: Großer Löffler / Übungstag 
  5. Tag: Greizer Hütte – Floitenkees – Schwarzensteinhütte
  6. Tag: Schwarzensteinhütte – Alte Chemnitzer Hütte
  7. Tag: Besuch Bürgermeister Chemnitz und Jubiläumsfeier
  8. Tag: Großer Möseler / Abstieg

Übersicht Dreiländertour:

  1. Etappe: Chemnitzer Hütte – Heilig-Geist-Jöchl – Plauener Hütte
  2. Etappe: Plauener Hütte – Gamsscharte – Richterhütte
  3. Etappe: Richterhütte – Windbachscharte/Windbachtal – Krimmler Tauernhaus
  4. Etappe: Krimmler Tauernhaus – Birnlückenhütte
  5. Etappe: Birnlückenhütte – Krimmler Tauern – Zillerplattenscharte –  Plauener Hütte
  6. Etappe: Plauener Hütte – Abstieg Mayrhofen

Hochtour durch die Zillertaler Alpen

Unsere Hochtour begann im Wipptal mit dem Aufstieg zur Geraer Hütte. Am folgenden Tag stand der Olperer-Nordgrat auf dem Programm – mit weiten Schneefeldern und Gletscherpassagen. Die Tour war anspruchsvoll, doch dank unserer erfahrenen Hochtourenleiter erreichten alle sicher das Ziel. Der Blick vom Olperer-Gipfel (3.476 m) blieb zwar wegen Nebels verwehrt, doch das Erlebnis war beeindruckend. Auf dem Rückweg verunglückte leider einer unserer Kameraden und ein Helikoptereinsatz war notwendig. Zum Glück ging alles glimpflich aus und dem Bergsteiger geht es wieder gut.

Am dritten Tag stand der Übergang zur Greizer Hütte an, diesmal bei Regen. Doch die neblige Stimmung verlieh der Etappe eine ganz eigene Note. Immer wieder trafen wir auf neugierige vierbeinige Wegbegleiter und nach dem steilen Anstieg wurden wir am Ziel mit kulinarischer Hüttenküche belohnt.

 

Am Folgetag teilte sich die Gruppe: Der größere Teil übte unter der Leitung von Axel das sichere Gehen und Agieren auf dem Gletscher, während der andere Teil zu Gipfeltouren aufbrach. Max und ich machten uns gemeinsam mit Hochtourenleiter Danilo auf den Weg zum Großen Löffler (3.379 m). Eine fordernde Tour mit steilen Gletscherpassagen und Gratkletterei. Der Berg präsentierte sich als Schutthalde, doch die Sonne begleitete uns immer wieder, sodass auch die Bedingungen in Eis, Firn und Geröll optimal waren. Die letzten Meter ohne Rucksack erreichten wir den Gipfel – auch wenn das Kreuz einige Meter unter uns im Schnee lag. Der Abstieg zog sich sehr in die Länge und verlangte nochmals alles von uns ab, sodass wir deutlich später als geplant auf der Hütte ankamen. Umso schöner war der Abend auf der Hütte, als wir bei gutem Essen und einem Schnaps auf den Tag anstießen und das Erlebte auswerteten.

Der fünfte Tag begann mit Geburtstagskuchen. Danach stand die Überquerung des Floitenkees an – ein Tag mit besten Bedingungen. Wir hörten immer wieder Geröllabgänge, meist in der Nähe des Großen Löfflers aber auch in unserem Gebiet, und hielten uns daher in der Mitte des Gletscherfeldes. Als Seilschaft überquerten wir Spalten, später ging jeder in seinem eigenen Rhythmus über das flacher werdende Eis. Nebel nahm uns an der Grenze zu Südtirol wiederholt die Sicht, bis schließlich die moderne und futuristische Schwarzensteinhütte vor uns auftauchte. Ein mystisch wirkender Moment. Der Abend war erfüllt von Musik: Silvia spielte mit bewundernswerter Kondition und brachte alle zum Mitsingen. Es wurde gelacht, gefeiert und natürlich wieder Schnaps getrunken.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich über den Stabeler Höhenweg zur Alten Chemnitzer Hütte gelangen, doch ein Schneesturm machte uns einen Strich durch die Rechnung. Also suchten wir eine Alternative. Der Plan war, bis zur nächsten Alm abzusteigen, um dann per „Gebirgstaxi“ ins Tal zu kommen. Nur niemand konnte uns am Telefon eine verbindliche Abholung garantieren. Da fiel mir Edy ein, der „legendäre“ Südtiroler, von dem es hieß: „Auf Edy ist immer Verlass!“ Und tatsächlich: Ein kurzer Anruf genügte und er organisierte, dass wir an der Daimeralm abgeholt wurden. Dort ließen wir uns noch kurz in der Sonne nieder, während die dunklen Wolken über der Gebirgskette in den höheren Lagen anhielten. Ein Mitglied des AVS Ahrntal brachte uns schließlich zur Gögealm im Nachbartal. Von dort war es nur noch ein Katzensprung bis zur Alten Chemnitzer Hütte. Genau das Richtige nach den letzten Erlebnissen. Ein kleiner, verdienter Ruhetag.

Die Hüttenfamilie empfing uns mit Herzlichkeit. Edy und Otmar von der AVS Sektion Sand in Taufers waren ebenfalls da und es war eine große Freude sie kennenzulernen. Hausgemachter Begrüßungsschnaps, Musik von dem Neffen Matthias am Akkordeon und die zahmen Murmeltiere der Hütte – alles trug zur besonderen Atmosphäre bei. Am Abend übergaben wir symbolisch unser Sektionsgeschenk zum Hüttenjubiläum: T-Shirts mit einem entworfenen Logo des Freundeskreises, das an die 130-jährige Geschichte der Hütte und die diesjährige Jubiläumstour erinnert.

 

Jubiläumsfeier am 25.07.2025

Am Tag der Feier brach ein Teil der Gruppe zum Großen Möseler (3.480 m) auf, während Silvia, Axel mit Freundin Katrin, Max und ich auf der Hütte blieben, um die Ehrengäste aus Chemnitz zu empfangen: die Bürgermeister Michael Stötzer und Knut Kunze sowie Stadtmitarbeiter Lars Ehlert. Nach der Übergabe des offiziellen Jubiläumsgeschenks der Stadt Chemnitz bestiegen wir gemeinsam mit ihnen den Hausgipfel Schaflahnernock (2.703 m). Edy und Otmar erzählten unterwegs Spannendes zur Geschichte der Region und sorgten zudem für einen besonderen Moment: die feierliche Legung des neuen Gipfelbuchs.

Zurück auf der Hütte erwartete uns Apfelstrudel „auf‘s Haus“ und ein Gläschen selbstgemachter Schnaps und eine Rede von Karsta. Matthias sorgte mit seiner Akkordeonmusik erneut für beste Stimmung und Silvia trug mit der Hütten-Gitarre und ihrem Gesang zu einem Abend bei, der in Erinnerung bleiben wird. Es war ein geselliger, herzerwärmender Hüttenabend wie man ihn sich auf einer urigen Hütte wünscht, geprägt von Lachen, alten Geschichten, Tour-Erzählungen und Gemeinschaft.

Der nächste Tag brachte den Abschied der Gruppe. Es war eine vielfältige Truppe verschiedenster Menschenschläge, alle gesellig, herzlich und von unterschiedlichen Lebenswegen geprägt, dass man sich von jedem etwas mitnehmen konnte. Wir hatten gemeinsam geschwitzt, gelacht, die Erfolge eines jeden einzelnen gefeiert und schwierige Etappen gemeistert – ein schönes bergkameradschaftliches Miteinander. Während die Gruppe und die Bürgermeister am Neves-Stausee vorbei, nach Sand in Taufers abstiegen, blieben Max und ich noch einen weiteren Tag auf der Hütte, um den Großen Möseler zu besteigen. Der Aufstieg bei Regen und Schneesturm war mühsam, die Sicht minimal, doch am Gipfel stand das Glücksgefühl über allem. Auf dem Rückweg klarte der Himmel auf und die Sonne beleuchtete die Route, die wir Stunden zuvor noch im Nebel gegangen waren. Am Abend trafen wir ein Vereinsmitglied, das inzwischen in Italien lebt, aber unserem Chemnitzer Alpenverein treu geblieben ist – mit einem spannenden Dialekt zwischen Erzgebirgisch, Sächsisch und Südtirolerisch. Auch die Hüttenfamilie nahm sich noch Zeit für uns und erzählte viele Geschichten, die wir bald in neuen Beiträgen des Freundeskreises teilen werden.

Persönlicher Abschluss: die Dreiländertour am Alpenhauptkamm

In der folgenden Woche wanderten Max und ich die Dreiländertour ab – eine landschaftlich unvergleichliche Rundwanderung entlang der Gebirgskämme der östlichen Zillertaler Alpen und der westlichen Venedigergruppe durch das Grenzgebiet der Länder Tirol, Salzburg und Südtirol. Unser Weg führte uns über das Heilig-Geist-Jöchl (2.657 m) zur Plauener Hütte (2.363 m), weiter am Klettersteig über die Gamsscharte (2.976) zur Richterhütte (2.374 m), dann über die Windbachscharte (2.696 m) ins Windbachtal und zum Krimmler Tauernhaus (1.631 m). Von dort ging es über die Birnlücke (1.631 m) zur Birnlückenhütte (2.441 m) und zuletzt über die Krimmler Tauern (2.634 m) und die Zillerplattenscharte (2.880 m) zurück zur Plauener Hütte. Wir hatten uns eigentlich auf ein paar sonnige Bergtage gefreut, stattdessen bekamen wir einen Winterurlaub mitten im Juli. Schneeregen, Neuschnee, Eis – unsere Etappen wurden zu einem kleinen Abenteuer. Doch die Landschaft war atemberaubend: endlose Täler, schleierne Wasserfälle, weite Blicke über die grünen Schutzgebiete wie den Nationalpark Hohe Tauern. Immer wieder querten wir die Landesgrenzen, begegneten Schafen, Kühen, Murmeltieren und Ziegen und genossen die Ruhe der kaum belaufenen Wege.

Der erste Tag war sehr anstrengend. Wir stiegen von der Chemnitzer Hütte über die Gögealm ins Tal ab, fuhren mit dem Bus bis Kasern und stiegen von dort auf's Heilig-Geist-Jöchl auf. Von dort umrundeten wir die Hälfte eines Tals, immer auf der Höhe bleibend bis zur Plauener Hütte. Aufgrund des starken Regens, war dort fast nichts los, sodass wir ein ganzes Lager für uns zwei hatten und viel Platz, um unsere Ausrüstung zu trocknen. 

 

Am folgenden Tag war die Richterhütte unser Ziel. Es gibt dorthin eine kurze Route über einen B/C Klettersteig - welcher laut diversen Tourberichten sehr schön sein soll - und einen langen Weg über 6-8 Stunden, wenn man keinen Klettersteig gehen kann oder möchte. Wir entschieden uns für die kurze Variante, trotz dass die Schneefallgrenze über Nacht stark gesunken ist. An der Plauener Hütte regnete es noch, doch je näher wir dem Klettersteigeinstieg kamen, desto mehr bekamen wir von dem beißenden Schneeregen ab. Es war eine Entscheidung, die wir später überdenken mussten. Durch die Kälte und das schlechte Gefühl in den Händen, brauchten wir mehr als die doppelte Zeit, die für den Klettersteig angedacht ist. Hinzu kam, dass ich durch meine Größe, große Schwierigkeiten hatte, an die Tritte und Sicherungen zu erreichen. Auf der anderen Seite, lagen schon einige Zentimeter Schnee, sodass man auf dem Geröllfeld kaum vorankam. Nach dieser Tour waren wir heilfroh, die schöne Richterhütte erreicht zu haben. Und wieder hatten wir einen großen Trockenraum nur mit wenigen Bergsteigern zu teilen, sodass zumindest all unsere Sachen bis zum nächsten Morgen wieder trocken waren. 
Ich persönlich bin verliebt in den Charme der Hütte, sodass sie nun auf der Liste meiner Lieblingshütten steht und ich sie wärmstens empfehlen kann. 

Die Etappe zum Krimmler Tauernhaus war mit Abstand eine der besten. Wir nahmen einen der möglichen Wege über die Windbachscharte und liefen das gesamte Windbachtal ab. Wer auf Panorama steht und spielfilmreiche Landschaften sehen will, wird sich dort wohl fühlen. Ich war auch dankbar, dass es zwar eine lange aber dafür gemütliche Tour, ohne großartig Adrenalin war, da ich noch satt vom Klettersteig war. Wir begneten kaum einem Menschen, dafür aber Murmeltieren, Schafen und vielen Rindern. Nach etwa zwei Stunden kam auch die Sonne hervor und begleitete uns bis zum Krimmler Tauernhaus. Als wir davor standen, verschlag es mir negativ die Sprache. Bergurlaub, und dann eine "Berghütte" die keine Hütte mehr, sondern eher ein Hotel ist? Als wir drinnen waren und ich gefragt wurde, ob wir Saunatücher möchten, war mein Anflug an Negativität gleich verschwunden, da ich mich riesig über die Sauna freute. Überhaupt muss ich die Vorurteile meines ersten Eindrucks zurücknehmen, denn es gab selbst in dem großen Haus ein klassisches Lager (was ich gern mag, wenn wir Bergurlaub machen) ohne dabei den Charm einer Berghütte zu verlieren. Und die Hütte ist seit Beginn an im Familienbesitz und wird auch heute mit Herzlichkeit und Geschichtsbewusstsein geführt. An dem Abend trafen wir auch geplant unsere beiden Freunde aus Innsbruck und liefen gemeinsam mit ihnen die kommende Etappe. 

Gerhard - den wir ein Jahr zuvor auf der Schwarzensteinhütte kennenlernten - stand gemeinsam mit seiner Frau und seiner Profikamera startklar vor dem Tauernhaus. Wir wanderten zur Birnlückenhütte, machten dabei einen kurzen Stopp beim liebgewonnenen Käserei-Betreiber Toni und dessen Frau und erreichten anschließend die Birnlücke mit einem sonnigen Panorama in alle Richtungen. Die Dreiherrenspitze lächelte mich an und wurde sofort auf die Gipfelwunschliste aufgenommen. Wir blieben eine ganze Weile auf dem Grenzpass und genossen die Aussicht, bis wir in die urige (wirklich alte) Birnlückenhütte einkehrten. Nachdem wir uns anfangs nicht ganz mit dem Hüttenwirt verstanden, wurde er über den Abend hinweg immer zugänglicher und erzählte letzten Endes seine Lebens- und Familiengeschichte, die sich fast ausschließlich in dieser alten Hütte abspielte. Also eigentlich sein zu Hause seit Kindheitstagen. (Er hatte sogar den jungen Reinhold Messner und Peter Habeler zu Gast). Die Saison sollte seine letzte als Hüttenwirt sein - er hat der Hütte und all ihren Gästen über 50 Jahre ohne Unterbrechung gedient. 

Wir genossen die übrige Zeit mit den Innsbruckern sehr, bis wir den Gebirgspass Krimmler Tauern erreichten. Kurz darauf trennten sich unsere Wege wieder und wir wanderten weiter in Richtung Zillerplattenscharte. Auf dem Weg mein absolutes Highlight: der große - wirklich große - Eissee. Dazu eine Episode am Rande: schon während unserer Planung der Tour, war meine Prämisse, diesen Eissee zu queren und baden zu gehen. Während der Jubiläumstour erzählte mir Danilo dann auch noch, dass er selbst vor wenigen Tagen dort war und wie schön der See sei. 
Nun waren wir auf dem Weg dahin und was passierte? Die bis dahin kräftig scheinende Sonne verzog sich und es regnete. Baden kam für mich also nicht mehr in Frage, dachte ich. Als wir dann aber vor dem großen See standen, war es eine Sekundenentscheidung alles auszuziehen und schwimmen zu gehen. Eine italienische Wandergruppe schaute belustigt zu und jubelten uns nach meinen kurzen Freudenschreien zu. Was für ein schönes einfaches Leben Bergsteiger doch haben können, oder? Die geteilte Freude bleibt im Herzen. Als wir schon auf der Höhe, kurz vor der Scharte waren, ging ein Solo-Bergsteiger auch Baden und seine Freude war, so glaube ich, bis runter ins nächste Tal zu hören.
Nach Überschreitung der Scharte liefen wir wieder die Hälfte des Weges wie am ersten Tag zur Plauener Hütte. Die Hüttenwirtin freute sich, uns nochmal wiederzusehen. 

Nach dem frühen Abendessen hatte ich nochmal Lust bekommen den Hausberg zu besuchen. Ich war eigentlich druch die starke Erkältung während der Jubiläumstour und der Wanderug aus der weiteren Woche ziemlich geschafft aber mich hat wie jedes Jahr das Bergfieber gepackt. Meine Quittung bekam ich beim Rückweg: mein Meniskus meldete sich zu Wort. Der Abstieg am nächsten Morgen sollte also spannend werden. 

Den Abstieg von der Plauener Hütte traten wir nun deutlich zeitiger an, in der Hoffnung den ersten Bus nach Meyrhofen trotz Verletzung zu schaffen. Es war kein leichter Weg und ich humpelte also Stück für Stück, immer auf meinen Stöcken abstützend, als wären es Krücken, den Pfad hinab. Max lief vollbepackt mit beiden Rucksäcken vor mir. Wenn ich mich jetzt beim Schreiben daran zurückerinnere, ist der Anblick zu lustig. 
Wir haben den Bus rechtzeitig geschafft und statteten uns in Meyrhofen mit Lesestoff und Käse aus der Zillertaler Sennerei aus. Die Fahrt mit der Zillertalbahn nach Jenbach war ein gelungener Abschluss.