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GämSen klettern bei Kleingießhübel

Wenn die GämSen an den Fels gehen oder der knurrende Seilsack

30.09.2026

Tourenbericht von Hanna zur Kletterausfahrt der GämSen am 23.09.2026

Wir treffen uns früh um 9 Uhr auf dem Parkplatz in Kleingießhübel und es ist ausgesprochen kalt, im Tal waren es ganze 5°C. Aber die Sonne soll sich ja noch dazu gesellen und die Felsampel hat grün angezeigt.

10 Personen und ein Hund machen sich auf zum Kleinen Zschirnstein. Unser Ziel sind die Gipfel dort, der Kleingießhübler Turm, der Zschirnsteinwächter und die Zschirnsteinwarte. 

Kurz wird die Anzahl der Seile und die Ausrüstung besprochen und wir laufen los, uns ist kalt.

Nach einem doch recht steilen Zustieg stehen wir auf einem sehr schönen Platz neben unseren Zielen, die Sonne versteckt sich noch hinter dem Gipfel, also nichts wie los. Für Arturo den Kurzhaardackel unserer Vorsteiger Steffi und Bernd Geilert - eigentlich schon unser Maskottchen bei Kletterausflügen - wird ein Lager aus Seilsack und Daunenjacken bereitet. Er verkriecht sich dort und knurrt - nun unsichtbar - jeden an, der in seine Nähe kommt. Also um unser Gepäck brauchen wir uns keine Sorgen machen.

Mit Gurt, Helm, Standplatzschlinge und zwei baugleichen Karabinern für die Seilmitte krabbeln wir zum Einstieg unserer ersten Route - der Westkante am Kleingießhübler Turm, einer III. Die wollen alle „machen“ denn III klingt leicht. Schlange stehen ist vorprogrammiert. Im Schatten herumzustehen und unserem Vorsteiger zuzuschauen macht nicht gerade warm. Die Jacken, welche wir anziehen, werden immer zahlreicher. Es geht doch nichts über das Zwiebelprinzip. Jeder möchte hochsteigen, denn auf dem Gipfel lockt die wärmende Sonne.

Die Route ist zum Einstieg für uns GämSen, welche nicht oft am Felsen sind, nicht so einfach. Hohe Antritte, nicht farbig markierte Griffe „Das ist doch im Kletterzentrum viel einfacher“, jeder kämpft auf seine Art und schließlich haben wir es alle geschafft.

Nun ist es schon fast 14 Uhr, wir haben Hunger. Unten auf dem Lagerplatz gibt es einen von allen gedeckten Tisch, jeder hat etwas mitgebracht, für große Abwechslung ist gesorgt. Selbst Arturo kommt aus seinem Seilsack rausgekrabbelt und möchte mitnaschen, darf aber nicht. Tomatensalat, Fleischbällchen und leckere Kuchen sind nichts für einen Hundemagen, so muss er sich mit den Hundeleckerlis zufrieden geben.

Frisch gestärkt geht es mit unseren Vorsteigern zu den nächsten Gipfeln, dem Zschirnsteinwächter und der Zschirnsteinwarte. Steffi und Bernd Geilert sind vielen von uns wohl bekannt, Hans Prescher  ist neu dabei.

Wir verteilen uns um beide Gipfel herum, klettern hoch, seilen ab, klettern wieder hoch, alle drei Seile sind in ständiger Benutzung. Am  Ende der Kletterausfahrt sind alle zufrieden mit ihrer persönlichen „Wegeausbeute“ eine III, zwei IVen, einer VI und einer VIIa. Sogar die Jacken wurden nach und nach abgelegt.

Vielen Dank an unsere Vorsteiger, deren Kletterkönnen und Ruhe ich persönlich immer wieder bewundere! Ohne sie wäre eine solche Ausfahrt ins Elbsandsteingebirge nicht möglich für die GämSen unserer Sektion!